Friday, January 11, 2008

american pie 5

American Pie präseniert: Nackte Tatsachen (American Pie 5)
American Pie Presents: The Naked Mile (Komödie) USA 2006
Regie: Joe Nussbaum Drehbuch: Erik Lindsay Darsteller: John White, Jessy Schram, Steve Talley, Eugene Levy Dauer: ca. 98 min FSK: ab 16
Wertung: 5 von 10
Handlung:
Erik ist in seinem letzten Highschooljahr. Das Problem: Er gehört zu den letzten Jungfrauen der Schule. Er hat eine Freundin, doch die ist noch nicht bereit. Das noch größere Problem: Sein Nachname lautet Stifler. Um die Familienehre zu retten unternimmt Erik mit seinen zwei besten Freunden einen Wochenendausflug zum College, wo Eriks legendärer Cousin Dwight Stifler mit unzähligen hemmungslosen Studentinnen fast pausenlos die wildesten Partys feiert. Eriks Freundin hat ihm einen "Schuldfreipass" fürs Wochenende erteilt, da sie findet Sex hätte mit Liebe nicht viel zu tun. Erik darf also tun was er will. Dazu gehört natürlich auch das Laufen der "Nackten Meile" - eine verrückte College-Tradition. Dieses Wochenende wird unvergesslich...
Kritik:
Nach dem Band-Camp Desaster namens „American Pie präsentiert: Die nächste Generation“ wagt das frische „American Pie“ Team eine Art Neuanfang. Etwas anderes war auch nicht denkbar, mal davon abgesehen, dass nach Teil 3 gerne hätte Schluss sein dürfen.
Dwight Stifler ist keine Steve Stifler Kopie. Er ist ein eigenständiger Charakter, aber nicht weniger durchgeknallt als das Original. Eric als einzigen Loser in der Stifler-Familie zu präsentieren ist eine nette Idee. Die unzertrennliche Clique mit dem schüchternen Verlierer, der den steinigen Weg zur Entjungferung bewandert, und die wilden Partys, die genau gesagt nie vorher so wild waren, lassen wieder ein wenig des ursprünglichen Geistes von „American Pie“ aufblitzen.
Das letzte Ass im Ärmel ist Jim’s Dad – Mr. Levenstein, der als einziger seit Teil 1 dabei ist. Leider wurden ihm, und da ist er nicht der einzige, nur sehr platte Texte in den Mund gelegt. Der Gute macht immerhin das beste draus, und die Augenbrauen erledigen den Rest.
Platt sind auch die Witze. Vor allem aber sind die Gags (wieder) sehr derbe, leider ohne dabei einen gewissen Charme zu behalten. Die Frauen der Schöpfung in diesem Streifen fallen allesamt sehr eindimensional aus. Vollblutweiber wie die Austauschstudentin Nadja, vor der man auf die Knie fallen möchte, sucht man mittlerweile vergebens. Pure Fleischbeschau ist angesagt. Der Titel „Nackte Tatsachen“ ist ja auch eine klare Ansage zu garantiert anspruchsfreier Unterhaltung.
Es ist nicht „American Pie“, aber „American Pie präsentiert“. Mit einem zugedrückten Auge können Fans der Stiflers und Jim’s Dad „Nackte Tatsachen“ als einen mittelprächtigen Partyfilm mit ein paar Bezügen zu den Kultkomödien um Jim Levenstein & Co durchgehen lassen.

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SAW IV

(Horror) USA 2007
Regie: Darren Lynn Bousman Drehbuch: Patrick Melton, Marcus Dunstan Darsteller: Tobin Bell, Lyrig Bent, Costas Mandylor Dauer: 88min FSK: Keine Jugendfreigabe
Wertung: 5 von 10
Handlung:
Jigsaw und seine Gehilfin Amanda sind tot. Die Polizei findet Detective Kerry, die in eine tödliche "Jigsaw-Falle" geriet. Agent Strahm und Agent Perez sollen den Mord aufklären. Comander Rigg, der ein Kollege von Kerry war, gerät derweil in ein tödliches Spiel auf Zeit. Denn Jigsaw hat eine Vermächtnis, und nicht einmal sein eigener Tod steht seinen Plänen im Wege.
Kritik:
Davon, was "SAW" einst ausmachte, ist nicht mehr viel übrig. Aus "SAW" ist seit dem ersten Teil definitiv etwas anderes geworden. Die Handlung ist so komplex, dass die Drehbuchautoren für ihre beachtliche Leistung großen Respekt verdient haben.
"SAW IV" ist kein Psycho-Horror wie Teil 1, mehr ein sehr blutiger Krimi. In Punkto Gore geht "SAW IV" noch weiter als seine Vorgänger. Die berühmten Jigsaw-Fallen sind so grausam wie eh und je, doch vor allem das Auseinandernehmen von Jigsaw's Leiche zu Beginn toppt alle bisher dagewesenen Goreszenen der Reihe. Dazu werden die mittlerweile sehr verzwickten Tatbestände der Story raffiniert Stück für Stück gelöst (Aufhänger für einen weiteren Teil werden natürlich trotzdem geliefert).
Überraschungen bleiben nicht aus, doch das Aha-Erlebnis am Ende des ersten Teils kann man natürlich nie mehr toppen. Es wird eben versucht, was noch geht. Bei der tiefschürfenden Geschichte um Jigsaws Hintergründe und Vergangenheit geht mindestens ein Stück der diabolischen Aura des Killers verloren, denn das Böse ist bedrohlich, und diese Bedrohlichkeit liegt meistens in Ungewissheit.
Die sehr komplexe Geschichte von "SAW IV", versehen mit mehreren Handlungssträngen und Zeitsprüngen, raubt dem Film die (räumlich wie psychologisch) dichte Spannung, die früher so begeistern konnte. Das ist der Preis für eine weitere Fortsetzung. Was nun letztendlich abgeliefert wurde, ist immerhin schlau und dazu beeindruckend brutal. Damit ist eine durchschnittliche Wertung gerechtfertigt.
Info:
SAW 5 und 6 sind bereits angekündigt. Der Tradition nach kommt Teil 5 dann Halloween 2008 in die amerikanischen Kinos.
Download links
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-1.html
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-2.html
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-3.html
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-4.html
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-5.html
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-6.html
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-7.html
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-8.html
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-9.html
http://www.articletree.org/download1/movesawivcam2007-10.html

Lucky Number Slevin

(Thriller-Komödie) USA 2006
Regie: Paul McGuigan Drehbuch: Jason Smilovic Darsteller: Josh Hartnett, Bruce Willis, Morgan Freeman, Stanley Tucci Dauer: ca. 105min FSK: ab 16
Wertung: 8 von 10

Als der vor kurzem in die Stadt gekommene Slevin einen Freund in seiner Wohnung besuchen will, findet er nur leere Räume vor. Daraufhin wird er gleich zwei mal gekidnappt. Zwei konkurrierende Gangsterbosse, deren Festungen einander kurioserweise direkt gegenüber liegen, lassen Slevin nacheinander zu sich kommen um ihn auf offene Schulden hinzuweisen. Obwohl Slevin nicht der ist, für den er gehalten wird, steckt er bis zum Hals im Schlamassel. Er soll einen Mord begehen um seine Schulden zu begleichen und lenkt dadurch auch noch das Interesse der Polizei auf sich. Das ganze Geschehen wird von einem geheimnisvollen Auftragskiller namens Goodkat überwacht, der bei beiden Gangsterbossen herumschleicht. Slevin, der in der benachbarten Gerichtsmedizinerin Lindsey eine neue und hilfreiche Freundin findet, bleibt cool, obwohl es nach diesen schrägen Erlebnissen nicht gerade rosig für ihn aussieht.
Kritik:
Während Bruce Willis, Ben Kingsley und Morgan Freeman wie immer schon fast allein durch ihre natürliche Präsenz überzeugen, zieht Josh Hartnett mit seinem coolen Spiel den Zuschauer auf seine Seite. Lucy Liu ist sein nicht nur reizender, sondern auch spaßiger Sidekick. Die wirklich köstlichen Dialoge und gewitzten Schnitte sorgen zusätzlich für einen hohen Unterhaltungsfaktor, wenn man auch gut aufpassen muss um bei der Story durchzusteigen.
Den krönenden Abschluss bildet eine Wendung, die ganz gemächlich daher kommt und von ihrer puren Genialität lebt. Spätestens dann entpuppt sich "Lucky Number Slevin" als äußerst cleverer Krimi mit ganz eigenem Charme, ideal besetzt und intelligent unterhaltend.